Aus- und Weiterbildung

Pränatale und perinatale Körperpsychotherapie und Traumatherapie

 

In Basel/Schweiz habe ich mit Franz Renggli seine Weiterbildung zur Körperpsychotherapie von 2015 bis 2017 mitgeleitet. Seit Herbst 2016 bilden Dr. Ines Oberscheid und ich gemeinsam eine Gruppe in Erding/Deutschland aus. Eine neue Ausbildungsgruppe beginnt mit Modul I vom 12.-17.04.2019.

Für wen eignet sich eine solche Ausbildungs-und Weiterbildungsgruppe?
Wenn Du von vielen Menschen umgeben bist, mit ihnen therapeutisch arbeitest, in Gruppen oder auch einzeln, wenn du mit ihnen körperlich arbeitest in Form von Yoga oder ähnlichen Methoden und noch mehr erfahren möchtest über die Zusammenhänge unserer frühesten Erfahrungen und unserem Leben heute, dann bist du in diesem Seminar genau richtig. Du bist auch dann richtig, wenn du dich noch mehr entdecken möchtest, wenn du neugierig bist auf ganz alte Geschichten in dir, die zutiefst in jeder Zelle deines Körpers verankert sind und unbewusst bis zu deinem heutigen Leben dein Handeln und deine Beziehungen prägen.
Wenn du weitere Werkzeuge benötigst, um bereits erkannte Prägungen, immer wiederkehrende Handlungsmodi zu verändern, auch dann bietet diese Ausbildung dir große Tools an, wie du über das Wissen und das Fühlen deines Körpers fest eingefahrene Muster verändern kannst.
In der insgesamt siebenwöchigen Ausbildung (280 Stunden, verteilt über fünf Jahre) gibt es insbesondere viel Praxis in und mit der Gruppe, in welcher du viel Selbsterfahrung machen wirst und das Begleiten von Klienten mit dieser Methode erlernst.

Zum Thema:
Die moderne Neurobiologie zeigt, wie unsere bewusste Erinnerung im dritten Lebensjahr mit dem Einsetzen der Sprache beginnt. Gesteuert werden diese Prozesse mit der linken Hemisphäre unseres Gehirns, dem Sitz unseres logischen Denkens und diese Hemisphäre bleibt dominant während dem Rest unseres Lebens. In den ersten beiden Lebensjahren und in der Schwangerschaft jedoch ist die rechte Hemisphäre dominant. Hier werden unsere Körpererfahrungen, unsere Gefühle und unsere ersten Bindungserfahrungen gespeichert und geprägt. Sie bestimmen als „Grundmelodie" den Rest unseres Lebens – ohne dass wir uns dessen bewusst sind.
Diese Grundmelodie zu hören und zu spüren, zudem zu lernen, die alten Traumatisierungen zu verstehen, damit zu arbeiten und sie transformieren zu können ist das Anliegen unserer Weiterbildung.
Dabei geht die pränatale Psychologie und Psychotherapie von der Erfahrung aus, dass ein Baby ein voll bewusstes menschliches Wesen ist und dies während der ganzen Schwangerschaft, seit der Zeit der Zeugung. In dieser hoch sensiblen Zeit spürt es all die alten, nicht verarbeiteten Verletzungen seiner Mutter, genauso wie diejenigen des Vaters. Und ebenso die Schatten, welche diese alten Verletzungen der Eltern auf ihre Beziehung werfen. Wichtig bei dieser frühen Traumatisierung ist die Tatsache, dass es nicht „böse" Eltern sind, sondern wir alle leben in einer gestörten, „kranken" Kultur – und dies seit Tausenden von Jahren, seit es Hochkulturen gibt. Hier werden Mutter und Baby nach der Geburt voneinander getrennt als emotionale Anpassung an das entfremdete Leben in den Städten. Die Eltern sind somit nur die Übermittler dieser „Verrücktheit" von einer Generation zur nächsten.
Was ein Mensch in diesem präverbalen Abschnitt erfährt, bestimmt sein ganzes Leben. Dabei besteht der Sinn unseres Daseins darin, dort wo wir durch unsere frühesten Verletzungen hart geworden sind, wo wir uns verschlossen haben, wieder weich zu werden und uns zu öffnen. Dort, wo unsere Seele aus Schmerz den Körper verlassen hat, diesen Schmerz auszuhalten und in unserem Körper präsent zu bleiben.
Durch unsere Weiterbildung wird es möglich sein, die pränatale Dimension des Seelenlebens in die tägliche Arbeit zu integrieren, sei dies als Psychotherapeut, Ärztin, Hebamme oder als Pädagoge oder Körper-Therapeutin etc. Wir versuchen eine neue „Sprache" zu lernen, die Sprache der allerfrühesten Verletzungen – gespeichert in unserem Körpergedächtnis.
Es geht hier um die Erlösung unserer Lebensthemen:
das Heimholen unserer Würde; das Anerkennen unserer traumatischen Erfahrungen und unserer Bedürfnisse, sie zu hören und zu sehen; das Verabschieden von Einsamkeits- und Verlassenheitsgefühlen, von den alten, sich ständig reinszenierenden Geschichten unseres Lebens und der Identifikation mit ihnen; das Annehmen unseres Seelenweges in Selbstbestimmtheit, die Klärung unseres Pfades und die Integration unserer Seelenerfahrungen in Dankbarkeit, um ein ganzes Ankommen und Leben im Jetzt wahr werden zu lassen.
Im Seminar wird vorwiegend in Kleingruppen gearbeitet, wobei jeweils wechselweise die Rolle der TherapeutIn und dann wieder diejenige der PatientIn eingenommen wird. Die Kurse sind somit verbunden mit einem wichtigen Anteil an Selbsterfahrung.
Die ganze Weiterbildung umfasst vier Module Grundausbildung (160 Stunden) und drei Aufbaumodule zu je fünfeinhalb Tagen (insgesamt 280 Stunden).

 

Modul I: Wiederentdeckung deiner Lebenskraft - erforsche deine eigene Geschichte, NEU 12.-17.04.2019

Modul II: Rund um die Geburt, Frühjahr 2017
Modul III: Rund um die Schwangerschaft, Herbst 2017
Modul IV: Mit Gruppen arbeiten, Frühjahr 2018

Modul V: Der Übergang der Seele aus der geistigen in die physische Welt, Zeugung/ Lebensanfang, Sommer 2019

Modul VI: Arbeit mit Paaren, Sommer 2020

Modul VII: Arbeit mit Familien, Sommer 2021


Weitere Seminare gerne auf Nachfrage und Einladung - sprechen Sie mich an!

 

 

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